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The Wave Pictures

The Wave Pictures kommen aus dem Ort Wymeswold. Der ist in der Nähe von Loughborough, im Bezirk Leicestershire. Soll heißen: Wir haben es hier mit der englischen Provinz zu tun. Die meint man in den trocken-romantischen Stücken des Trios auch zu hören, und in ihren unprätentiösen Aufnahmen. Offene, mit Schwung in die E-Gitarren-Saiten geschlagene Akkorde, ein treibender Beat und melodische Basslinien, dazu David Tattersalls quengeliger Jungsgesang mit einem Vibrato, das den Namen wirklich verdient, so sehr ist er am Vibrieren. Das ist in der Tradition von ein wenig abseitigen Songschreibern wie Jonathan Richman und auch in der Tradition von romantischen Poeten wie Morrissey (nur halt ohne die AfD-Tendenzen; Morrissey vor, sagen wir, 30 Jahren!).

Was aber nicht heißen soll, dass sie obrigkeitstreu vorgegebene Routen abfahren, da ist ganz viel Aberwitz und auch fröhliche Respektlosigkeit in ihren Liedern. „I read your letter“, singt Tattersall in „Kiss Me“ vom Album „Instant Coffee Baby". „About how you love Sgt. Pepper/ But I know that someday I'll do better.“ Ihr 16. Album, „Bamboo Diner In The Rain“, erschien im Jahr 2016. „Wir haben schon das Gefühl, nicht angemessen geschätzt zu werden“, sagte Tattersall zu dem Anlass. „Aber natürlich ist das, was wir machen, gerade überhaupt nicht in Mode. Und daraus ziehen wir auch Kraft und darauf sind wir schon stolz. Vieles von dem, was mir gefällt, ist nicht populär. Wir machen also etwas richtig.“